Förderverein für chronisch kranke Kinder

 am Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité e.V  

Förderung

Wir fördern Projekte aber auch einzelne Patientinnen und Patienten. Da außer minimalen Verwaltungskosten keine weiteren Kosten für Administration anfallen, fließen nahezu alle Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen direkt in unsere Projekte.

Was fördern wir konkret

·      Yoga-Kurs für Kinder mit (Kopf-) Schmerzen

·      Musiktherapie für einzelne Kinder mit Entwicklungs- und/oder Bindungsstörungen

·      Musikpädagogisches Angebot für schwerst mehrfach behinderte Kinder in einer Einrichtung, die von   

   unserem SPZ ärztlich und therapeutisch betreut werden

·      Teilnahme einzelner Patienten an einem Diabetes-Ferienprogramm

·      Kindgerechte Ausstattung für verschiedene Räumlichkeiten im SPZ

·      Erlebnistage mit Tieren für Kinder und Jugendliche mit Adipositas

·      Anschubfinanzierung für Forschungsprojekte, die die Erforschung von seltenen Erkrankungen zum  

    Inhalt haben  

Grundsätzlich ist jedes Mitglied berechtigt, einen Antrag für ein förderungswürdiges Projekt zu stellen. Laut unserer Satzung entscheidet der Vorstand über die Vergabe der Mittel. 

Das haben wir bisher erreicht


Damit Sie sich ein konkretes Bild von unserem Engagement machen können, erzählen wir Ihnen nachfolgend ein paar ganz konkrete Patientengeschichten, bei denen wir helfen konnten:


P. ist ein fröhlicher zweijähriger Junge, der nach dem Verschlucken eines Fremdkörpers und anschließender Behandlung auf der Intensivstation (wo er in ein künstliches Wachkoma versetzt wurde) traumatisiert worden ist. Er zeigt nach dem Krankenhausaufenthalt einen starken Entwicklungsrückfall, extreme Kontaktauffälligkeiten, spricht gar nicht mehr und lautiert wenig. Er hat einen Zwillingsbruder, was die Eltern sehr fordert. P. kommt zusammen mit seiner Mutter in die Musiktherapie, wird aktiv, beginnt wieder Freude zu zeigen und nach totalem Rückzug geht er wieder auf seine Mutter zu und kann Spielsituationen und Körperkontakt mit ihr genießen. 


R. ist ein dreijähriges Mädchen, dass mit einer Veränderung des Genmaterials geboren wurde. Sie ist in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung sehr verzögert (spricht gar nicht, kann sitzen, aber noch nicht laufen). In der Musiktherapie genießt sie es, selbst aktiv zu werden, ihre Stimme einzusetzen und mit ihren Händen verschiedene Instrumente zum Klingen zu bringen. Sie kann sich als Mitgestalterin der Situation erleben, was ihr sehr gut tut und sie in ihrer Entwicklung voranbringen wird - gerade, weil sonst in vielen Situationen viel mit ihr gemacht wird und ihre "Defizite" im Vordergrund stehen. 

 

 

M. ist zweieinhalb Jahre alt und hätte als gesundes Kind aufwachsen können. Doch ihre Mutter lebte im Drogenmilieu, die Schwangerschaft endete abrupt mit einer Sturzgeburt in eine WC-Schüssel. M. ertrank und wurde reanimiert. Seitdem ist sie schwerst mehrfach behindert und lebt in einer Dauereinrichtung für intensivpflichtige Kinder. Unser musikpädagogisches Angebot soll M. Sinnesimpulse liefern, die sie sonst nicht hätte. M. hört gerne Musik, sie wird dann fröhlich und lebhaft und sie ist interessiert an Spielen mit Tüchern und kleinen Igelbällen, die ihre Haut berühren.

I. und R. sind 15 Jahre alt und leiden seit ihrer frühen Kindheit an Diabetes mellitus Typ 1. Mit zunehmendem Alter geht die Verantwortung für ihre Krankheit von ihren Eltern auf sie selbst über: Sie müssen lernen, sich selbst die Insulinspritzen zu setzen und unbedingt auf ihren Insulinspiegel zu achten. Dabei stellen sie fest, wie oft sie anders sind als ihre Freundinnen und eben nicht alles mitmachen können, was die anderen Mädchen so machen: keine ausgedehnten Pizza-Abende, keine Süßigkeiten-Orgien, keine lange Disco-Nacht – bei allem müssen sie achtsam sein und sich einschränken. Das führt bei I. und R. schließlich dazu, dass sie sich mit ihrer Krankheit in gefährliche Situationen bringen, weil sie bei den normalen Vergnügungen in der Pubertät einfach nicht zurückstecken wollen. Bei der Diabetes-Segelschulung, die von der Altonaer Kinderklinik in Hamburg initiiert wird, lernen die beiden im Kreis von Gleichaltrigen mit der gleichen Erkrankung Verantwortung zu übernehmen. Unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht haben alle Jugendlichen auf dem Schiff konkrete Aufgaben, es wird offen über Wünsche und Probleme gesprochen und I. und R. lernen, dass sie auf nichts wirklich verzichten, sondern nur mehr auf sich und ihren Körper achten müssen. Die Eltern hätten die Kosten für diese Schulung nicht tragen können, deshalb ist der Verein eingesprungen. Ihre dankbare Karte vom Segelschiff sehen Sie hier.

A. ist 13 Jahre alt und leidet unter massiven Kopfschmerzen, die ihre Lebensqualität enorm einschränken. Im Yoga-Kurs lernt A. Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen, die ihr im Alltag sehr helfen, die Kopfschmerzen einzudämmen.

M. ist sechs Jahre alt und schwerst mehrfach behindert. Seine Familie umsorgt ihn liebevoll, doch die finanziellen Möglichkeiten sind mehr als bescheiden. Wir haben M. zu Weihnachten eine magische Drehlampe mit umherlaufenden Motiven geschenkt, die ihn beruhigt und entspannt – die familie hat sich riesig darüber gefreut.